Ein fröhliches Dutzend am Lac de Joux

Den Treffpunkt Perron 2 im Westbahnhof haben an diesem Samstag um 07.20 alle gefunden... und pünktlich rauscht auch schon Mutz 007 an. Ob dies bei den drohend finsteren Wolken ein gutes Omen bedeutet?
Bis Spiez hält das Wetter - und auch der Walliser hat nur wenig Verspätung. Bis jetzt läuft alles nach Programm ;-))
Noch vor Thun werden die Organisatoren Geri und Edi aktiv: Zmorge-Service vom Allerfeinsten - und kein Tropfen geht daneben!
Alle geniessen die Überraschung - e Guete! Mit däm hei mir nid grächnet...
Auch das Umsteigen in Bern hat geklappt - natürlich dank den excellenten Reservationen unseres Bahn-Präsidenten. Nun sind wir im recht finsteren Lausanne gelandet. Aber wie geht es nun weiter?
Fritz ist zwar guter Dinge - den weissen Hochzeitsschirm hat er ja stets in Reichweite...
Kaum im Zug Richtung Jura kommt die zweite Überraschung daher: Gekühlter Luins macht die Runde. Zwar noch etwas früh für's Apéro - aber als Frühschoppen durchaus willkommen.
Bahnschilder im Welschland sind nicht immer so klar und verständlich. Begeben wir uns Richtung Le Pont tatsächlich in Todesgefahr?
Nachdenklich geworden erwarten wir den letzten Zug. Und vor nicht allzu langer Zeit muss es hier kräftig gegossen haben...
Kurz vor Mittag erreichen wir wohlbehalten Le Pont. Nach kurzer Beratung kommen wir zum Schluss: Erst wandern, dann Mittagessen. Dies kann verschoben werden, der Regen eher weniger.
Gino hält für den Katastrophenfall schon mal den Übersichtsplan von le Pont mit seinem Kästlein fest. man kann nie wissen ...
Abmarsch... und nach kurzer Zeit entdecken wir das Lokidepot eines Vereins, der die alten Bahnwagen des Juras restauriert, pflegt und wieder zum Fahren bringt. Chapeau!
Die Wanderung um den Lac Brenet bietet spannende historische Erkenntnisse: Hier zum Beispiel die Geschichte der Eisproduktion, deren Produkte in der Blütezeit bis nach Paris geliefert worden seien...
Im Halbschatten geht es auf angenehmen Wegen rund um den See...
... wunderschöne Ausblicke inklusive!
Di hei de da no Bueche - grad hampfelewys!
Wanderleiter Edi erzählt immer wieder spannende Anekdoten aus der Geschichte dieser Gegend - woher er dies nur alles weiss?
Oh, dä Hans muess o geng jedes u alls fötele...
Wunderschöne Wiesenblumen säumen unseren Weg - und lenken so wenigstens vom aufkommenden Hunger und Durst ab.
Endlich kommt Le Pont wieder in Sicht. Mit ihm der Betonkoloss im See. Ist das nun Kunst oder ein versteckter Hinweis auf das Mittagsmenü?
Kein Hinweis. Zum Zmittag gibt es Fischfilets mit Pommes. Salzkartoffeln gibt es in einem prämierten Fischrestaurant schliesslich nur auf Vorbestellung...
Es war trotzdem ziemlich gut ;-))
Zum Verdauen wird erst mal geratiburgert: Wanderung oder Siesta?
Die Hinweistafel verspricht immerhin charmante Begegnungen - deshalb kann ein Spaziergang kaum falsch sein. Aber die Dame benützt einen Schirm... ob dies wohl ernst gemeint ist?
Der Dame ist scheinbar niemand begegnet. Aber weil's an der Haltestelle zum Schiff Soft-Eis gibt, trösten sich nicht wenige damit. Schlürf schlürf, mmmmhh!
Schön verstaut im kleinen Motorschiff tuckern wir auf dem Lac unserer Reise dem nächsten Ziel entgegen: Dem Hotel Bellevue le Rocheray!
Der See ist noch ruhig, aber die dunkeln Wolken verheissen nicht viel Gutes!
Beim Aussteigen fallen die ersten Tropfen. Urs gibt sogar beim Aussteigen Gas... Zum Glück ist das Hotel nur ein paar Schritte entfernt.
Eine herrliche Unterkunft mit einem noch herrlicheren Essen - aus Zeitgründen ist hier alles zu einem einzigen Bild zusammengefasst. Wir genossen ... aber seht doch einfach selber!
Ein Verdauungsspaziergang ist dringend nötig! Und weil sich das Gewitter verzogen hat, erkunden wir gemütlich die Wanderroute dem See entlang. Sogar die Hotelkatze begleitet uns ein Stück weit...
Das Znacht haben noch nicht alle hinter sich. Mutter Schwan lässt sich aber von uns überhaupt nicht stören. E Guete o dir!
Zufrieden, satt und ausgeplaudert geht es nach einer Stunde wieder zurück zum Hotel.
Der kleine Abendspaziergang hat sich zweifellos gelohnt - gute Nacht!
Am nächsten Morgen geht es wieder beizeiten los. Edi will seine Mannen auf Trab bringen, schliesslich warten noch einige Kilometer auf uns.
Auf toll hingezimmerten Holzwegen umrunden wir die Südhälfte des Lac de Joux. Ein angenehmes Wandern, und die ganze Natur präsentiert sich wie frisch gewaschen...
...sozusagen in ihrem Sonntagskleid. Kein Wunder - schliesslich ist ja Sonntag!
Der Weg auf der östlichen Seite ist immer noch wunderschön, die Sonne aber sticht schon recht unbarmherzig auf uns herab. Wie weit ist es noch bis zum nächsten Halt?
Ändlech es Bänkli am Schatte! Aber was wei di drei mit irne lääre Plasticbächer?
Des Rätsels Lösung: Geri holt einen scharfen Aufsteller als Apéro aus dem Rucksack! Das regt an, stellt auf und macht Appetit!
Bester Beweis dafür? Natürlich das leere Geschirr nach dem feinen Mittagessen!
Jetzt fehlt nur noch das Sofa für ein Nickerchen...
Das Sofa rauscht an. Im Stadler-Bus geht es am Nachmittag bald wieder dem Genfersee entgegen.
In Lausanne sind einige schon wieder recht munter und präsentieren sich als cleveres Sextett...
...während andere die Reiseerlebnisse auf ihre Art vertiefen. Der Zug nach Bern und Interlaken kommt ja so oder so einmal.
Auch dieser Zug hat ein reserviertes Abteil für uns!
Herzlichen Dank den Organisatoren Edi und Geri für die tolle Reise und die fehlerfreie Vorbereitung! Mit Öich chöme mer no meh!